Was ist es nun: „Gegensätze ziehen sich an“ oder „Gleich und gleich gesinnt sich gern“?

Ein Boot auf klarem Wasser
Ein Boot auf klarem Wasser

Was ist es nun: „Gegensätze ziehen sich an“ oder „Gleich und gleich gesinnt sich gern“?

In der Evolutionspsychologie und -biologie spielt genetische Diversität eine große Rolle. Genetische Vielfalt hilft uns zu überleben und sich den Veränderungen der Welt zu stellen. Also müssten es doch die Gegensätze sein, die zwei Menschen anziehen und binden?

Wenn wir uns aber mal umschauen, werden wir feststellen, dass Partner in längeren Beziehungen, sich oft ähneln. Häufig haben die Partner einen ähnlichen oder gleichen Bildungsstand, Lifestyle, kulturellen und religiösen Hintergrund, Eigenschaften, etc.

Tatsächlich zeigte sich bei einer Studie, dass sich das Gen-Material verheirateter Paare mehr ähnelt als das von zweien zufällig ausgewählten Menschen. Andere Beobachtungen verdeutlichen darüber hinaus, dass sich Paare über die Jahre hinweg auch optisch und in Verhaltensweisen angleichen. Weitere Studien richten sich auf die Ähnlichkeiten von Persönlichkeitsmerkmalen, Bildung, Intelligenz, Attraktivität und so weiter und so fort.

Mittlerweile gibt es so viele Studien dazu, dass man durchaus festhalten kann, dass der mehrheitliche wissenschaftliche Konsens zu der Auffassung tendiert, dass Gemeinsamkeiten zumindest eine langfristige Beziehung wesentlich begünstigen, auch wenn sich die Partner nicht überall ähneln müssen. Gemeinsame Hobbys sind zum Beispiel für eine lange und gesunde Partnerschaft gar nicht so wichtig, wie so manch einer glaubt.

Vertrautes zieht uns bei der Partnerwahl eher an und verspricht uns mehr Sicherheit sowie Stabilität.  Auch wenn Partner häufig auf den ersten Blick gegensätzlich wirken, wird man bei genauerer Betrachtung feststellen, dass Gewisse Erfahrungen, Wünsche, Hoffungen, Ängste und Erwartungen sich doch recht entsprechen. Manchmal sind wir unserem Partner ähnlicher als wir es gerne wahrhaben wollen oder sehen können.

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